Die Vogelwelt Bd. 126 1/2005

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Themenheft Vogelmonitoring

Dritter Bericht zur Lage der Vögel in Deutschland

Teil 2:

  • Seltene Arten
  • Greifvögel
  • Seabirds at Sea
  • Gründelenten

Schwarzkopfmöwe. Foto: H.-J.Fünfstück

Schwarzkopfmöwe. Foto: H.-J.Fünfstück

Martin Boschert:
Vorkommen und Bestandsentwicklung seltener Brutvogelarten in Deutschland 1997 bis 2003
Für den Zeitraum 1997–2003 wurden Daten zum Bestand und zur Bestandsentwicklung von 78 in Deutschland seltenen Brutvogel-Arten abgefragt. Die Ergebnisse werden zusammen mit weiteren 16 Arten, von denen seit 1997 in D Brutnachweise gelangen, Brutverdacht bestand oder Brutzeitbeobachtungen vorlagen (zwei davon in Mischpaaren), präsentiert. Das seit 1977 bestehende Monitoring des DDA basiert auf einer Umfrage auf Bundeslandebene bei Mitgliedsverbänden des DDA und Naturschutz-Fachbehörden, insbesondere der Vogelschutzwarten. Darüberhinaus werden Artspezialisten hinzugezogen und Literaturdaten verwendet. Berücksichtigt werden Arten mit einer Bestandsgröße von maximal 1000 Bp. in Deutschland und einige weitere seltenere Arten, vorwiegend Koloniebrüter.


Brutbestandsindex des Rotmilans

Brutbestandsindex des Rotmilans

Ubbo Mammen & Michael Stubbe:
Zur Lage der Greifvögel und Eulen in Deutschland von 1999 bis 2002
Auf der Grundlage des Forschungsprojektes „Monitoring Greifvögel und Eulen Europas” und ergänzender Literaturangaben wird ein Überblick über die Situation des Brutbestandes von 26 Greifvogel- und Eulenarten in Deutschland von 1999–2002 gegeben. Für viele Arten ist es möglich, die Brutbestandstrend seit 1988 (14 Arten) bzw. seit 1990 (vier Arten) oder seit 1992 (eine Art) anzugeben und die jährlichen Fluktuationen graphisch darzustellen.


2005-01-SeabirdsStefan Garthe & Philipp Schwemmer:
Seabirds at Sea – Untersuchungen in den deutschen Meeresgebieten
Seit dem Jahr 2000 ist es erfreulicherweise gelungen, eine Reihe größerer und kleinerer Projekte einzuwerben, die neben einer wesentlichen Verbesserung der Datenlage auch umfangreiche Auswertungen im Rahmen des Seabirds-at-Sea-Programms ermöglicht haben. Durch die Untersuchungen gab es ganz allgemein erhebliche Verbesserungen der Kenntnislage zur flächenhaften und detaillierteren jahreszeitlichen Verbreitung von See- und Küstenvögeln in deutschen Gewässern. Dies gilt erfreulicherweise auch in zuvor nur ansatzweise erforschten Aspekten wie dem Seevogelvorkommen in der deutschen Ostsee im Sommerhalbjahr. Neben den schiffsgestützten Transektzählungen sind inzwischen auch solche von niedrig fliegenden Flugzeugen aus eine im Rahmen des Seabirds-at-Sea-Programms etablierte Methode.


Rastbestandsentwicklung der Löffelente im Oktober in NW- und S-Deutschland nach den Daten der Wasservogelzählung.

Rastbestandsentwicklung der Löffelente im Oktober in NW- und S-Deutschland nach den Daten der Wasservogelzählung.

Johannes Wahl & Christoph Sudfeldt:
Phänologie und Rastbestandsentwicklung der Gründelentenarten (Anas spec.) im Winterhalbjahr in Deutschland
Seit 1966/67 werden im Winterhalbjahr in Deutschland im Rahmen der Internationalen Wasservogelzählung Wasservögel auf überwiegend ehrenamtlicher Basis erfasst. Die bis zum Winter 2001/02 35-jährige Datenreihe bildet die Grundlage der Auswertung für sieben Gründelentenarten. Da die höchste räumliche Abdeckung während des International Waterbird Census im Januar erreicht wird, liegt der Schwerpunkt der Auswertung auf diesem Zähltermin. Neben einer Trendanalyse für 35, 25 bzw. 10 Jahre wird auch das jahreszeitliche Auftreten der Arten im Winterhalbjahr beschrieben.

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