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| Aktuell |
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| Gartenvögel: Konventionelle Körnerfresser |
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Gartenvögel bevorzugen Körner aus biologischem Anbau gegenüber Körnern aus konventioneller Landwirtschaft als Nahrung. Man testete das Fressverhalten der Vögel über drei Jahre im Winter an Futtersationen für beide Körnerarten in 30 Gärten Nordenglands. Möglicherweise ist der höhere Proteingehalt von rund 10 % der ausschlaggebende Faktor, zumal er die Vögel auch besser über den Winter bringt, so die Erklärung für die Vorliebe. Die Fragestellung war deshalb interessant, da die intensive Landwirtschaft viele Feldvögel verschwinden bzw. deren Populationen dramatisch sinken ließ.   |
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Die Vogelwelt 1/2010 wird bis zum 26.8.2010 ausgeliefert |
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Schwerpunkte:
- Kritische Bewertungen von Erfassungsmethoden im Rahmen des Monotorings von Brutvogelbeständen
- Rastbestand und Verbreitung des Löfflers im Deutschen Wattenmeer
- Entwicklungstendenzen und Fragestellungen zum Ruf des Zilpzalps
- Das Vorkommen des Gimpels auf Helgoland
- Plädoyer für ein brutbiologisches Monitoring in Deutschland
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| Adulter Mauerseegler in nordöstl Harz (Sachsen-Anhalt). |
Froehlich, Christoph: Avifaunistische Methoden auf dem Prüfstand: Kritische Bewertung von Erfassungsmethoden im Rahmen des Monitorings von Brutvogelbeständen in Naturwaldreservaten. Zur Erfassung der Vogelwelt von Naturwaldreservaten ist in Hinblick auf Langzeitbeobachtungen eine methodische Festlegung erforderlich. In Rheinland-Pfalz wurden verschiedene Methoden vergleichend erprobt, kritisch analysiert und bewertet. Ein Teil der dabei gewonnenen Erkenntnisse dürfte auch außerhalb der Naturwaldreservats-Forschung von Interesse sein. Erprobt wurden die Methoden Revierkartierung, einfache Punkttaxierung, Distance Sampling in Form des Point Transect Sampling sowie feinmaschige halbquantitative Gitterfeldkartierung. Revierkartierungen wurden zum Zweck des Vergleichs mit den drei anderen Methoden in jeweils demselben Naturwaldreservat parallel durchgeführt. Die mittels Distance Sampling (hier: Point Transect Sampling, PTS) erhaltenen Gesamtabundanzen waren zwei- bis fünfmal so hoch wie diejenigen aus parallel durchgeführten Revierkartierungen und bis zu dreimal so hoch wie vergleichbare Maximalwerte aus der Literatur. Die Analyse der Daten führt zu dem Schluss, dass zumindest in der Forschung in Naturwaldreservaten wesentliche Voraussetzungen für eine sinnvolle Anwendung des PTS nicht gegeben sind. Bei einer vergleichenden Bewertung der übrigen drei getesteten Methoden Revierkartierung, einfache Punkttaxierung und feinmaschige halbquantitative Gitterfeldkartierung werden diese im Hinblick auf räumliche Aussageschärfe, statistische Aussagefähigkeit und Abundanzen „schwieriger Arten“ untereinander gleich oder ähnlich beurteilt; im Hinblick auf das wesentliche Kriterium Reproduzierbarkeit erscheint derzeit eine zuverlässige Beurteilung nicht möglich. Als bedeutende Vorteile der Revierkartierung werden die Ermittlung absoluter Abundanzen sowie die bessere Erfassung des Artenspektrums und des Status der Arten im Gebiet gewertet. Die Dokumentation auch der seltenen und unauffälligen Arten hat in der Naturwaldforschung besonderes Gewicht (Beispiel: baumbrütende Mauersegler).
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| Löffler im Stollheimer Watt am Jadebusen (Niedersachsen) |
Krüger, Thorsten, Peter Südbeck & Klaus Günther 2010: Rastbestand und Verbreitung des Löfflers Platalea leucorodia im deutschen Wattenmeer im August 2009. Im Zuge der Arealexpansion der atlantischen Population des Löfflers Platalea leucorodia gen Norden und Nordosten und der dabei erfolgten Besiedlung des deutschen Wattenmeeres ab 1995 entwickelten sich zunächst an der niedersächsischen Küste, später auch in Schleswig-Holstein, Vorkommen von Löfflern in größerer Zahl an nachbrutzeitlichen Rastplätzen. Bis heute war nicht klar, wie groß der Rastbestand der Art im deutschen Wattenmeer ist. Im August 2009 wurden zwei Synchronzählungen durchgeführt, in deren Verlauf am Wochenende 1.220 Löffler erfasst wurden. Das ist die höchste für das deutsche Wattenmeer dokumentierte Anzahl und entspricht 10,8 % der atlantischen biogeographischen Population. Außerhalb des Wattenmeer-Bereichs gibt es in Deutschland keine regelmäßigen (Brut- oder) Gastvogelvorkommen der Art, so dass die bei der Erfassung ermittelten Bestände den bundesweiten Bestand abbilden. An beiden Terminen hielten sich mit 329 bzw. 261 Vögeln die meisten Vögel in der Leybucht (Niedersachsen) auf. Der zweitgrößte Rastplatz war an jeweils beiden Terminen mit 160 bzw. 180 Ind. der Hauke-Haien-Koog (Schleswig-Holstein). Das Stollhammer Watt im NE-Jadebusen mit der ihm zugehörigen Innengrodenpütte Eckwardersiel (Niedersachsen) rangierte bei beiden Terminen mit 97 bzw. 102 Ind. jeweils auf dem dritten Platz. Insgesamt rasteten an beiden Synchronzählungsterminen 1.127 Löffler an eingedeichten Feuchtgebieten mit Brackwasser bzw. Festlandskögen mit (Speicher-)Gewässern verschiedenen Salzgehalts (hier jedoch hauptsächlich Brackwasser) und damit etwa 50 % aller registrierten Vögel.
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| Zweisilbige Zilpzalp-Rufe, "Saarland-Typ". |
Hoffmann, Maria: Nicht nur einsilbig und einfach: Entwicklungstendenzen und Fragestellungen zum Ruf des Zilpzalps Phylloscopus c. collybita. Im Jahr 2008 wurden im Saarland erstmals zweisilbig wie „ziwüi“ oder „ziwüit“ rufende Zilpzalpe festgestellt. Bei einer planmäßigen Erfassung in der Brutperiode 2009 wurden im Saarland die Rufe von 260 Zilpzalpen mit einer Videokamera aufgezeichnet und sonagrafisch ausgewertet. Nach dem gesammelten Datenmaterial äußerten 196 Zilpzalpe den typisch einsilbigen und 64 den zweisilbigen Ruf. Außerhalb des Saarlandes wurden in der Zeit vom 18. bis 25. Juli 2009 im Märkischen Kreis (Südwestfalen) 35 ZilpzalpRufe, darunter drei zweisilbig, ermittelt. Nach Informationen anderer Vogelbeobachter sind zweisilbig rufende Zilpzalpe auch in anderen Teilen Deutschlands in bisher unbekannter Größenordnung verbreitet. In allen im Saarland kontrollierten Fällen wurde der Ruftyp während der gesamten Brutperiode beibehalten, auch ein gelegentlicher Wechsel wurde nicht festgestellt. Individuelle Eigenarten wie das regelmäßige Einstreuen von Jugendrufen blieben ebenfalls während der Brutzeit konstant. Nach dem Ergebnis der Probeflächenuntersuchungen war nicht die Motivation oder Stimmung ausschlaggebend für die Anwendung eines bestimmten Ruftyps, sondern die individuelle Disposition. Nach dem Ergebnis von Playback-Versuchen werden auch vom typischen „hüid“ abweichende zweisilbige „ziwüi“ oder „ziwüit“-Rufe spontan als arteigen erkannt. Brutpaare benutzten bis auf zwei Ausnahmen den gleichen Ruftyp. Nicht mit dem saarländischen Ruftyp identische, zweisilbig rufende Zilpzalpe sind in Bayern und Österreich verbreitet. Während der bayerische zweisilbige Ruftyp ein Element in Form einer Sinuskurve aufweist, besteht der saarländische Ruftyp aus zwei zeitlich getrennten Elementen. Bei hoher Revierdichte wurde oftmals unabhängig vom Ruftyp eine mit hoher Lautstärke verbundene Dauerrufaktivität festgestellt.
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| weitere Inhalte: |
- Dierschke, V., S. Kobro, J. Dierschke, O. Hüppop: Das Vorkommen des Gimpels Pyrrhula pyrrhula auf helgoland in Abhängigkeit vom Beerenangebot der Eberesche Sorbus aucuparia
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- Literaturbesprechungen
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DDA-AKTUELL 3/2010
- Birdrace 2010 - Artenvielfalt als sportliche Herausforderung
- Adebar lernt fliegen - Arbeitskarten zur Verbreitung der Brutvögel Deutschlands online
- ADEBAR sucht weiterhin Spendenpaten
- 20. Jahrestagung des Vereins Thüringer Ornithologen
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