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| Aktuell |
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| Standorttreue bei Steinkäuzen |
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Der Steinkauz nimmt in Nordosteuropa im Bestand deutlich ab und ist in Dänemark vom Aussterben bedroht. 27 mit einem Sender versehene Käuze in 14 Revieren wurden über zwei Jahre verfolgt. Verpaarte Eulen hielten sich das ganze Jahr über in der Nähe des Neststandortes auf, wobei sie sich nachts in der Hälfte der Fälle nicht über 125 Meter voneinander entfernten. Den größten Abstand zum Schlafplatz hatten die Vögel im Januar, den geringsten im Mai. Die Größe der Aktionsgebiete unterschied sich zwischen den Paaren um den Faktor zehn, wobeiPaare mit direkt benachbarten Individuen unabhängig von der Habitatzusammensetzung ein zwei- bis dreifach größeres Aktionsgebiet einnahmen. Die Aktivitätsverteilung der Partner überlappt sich vollständig, sie leben dichter beeinander, als es zufällig zu erwarten wäre – ein Hinweis auf eine dauerhafte Paarbindung. Der Abstand zwischen den Partnern war vor der Eiablage nicht größer als im Rest des Jahres – ein Zeichen für einen geringen Einsatz des Männchens bei der „Bewachung“ des Partners. Kein Paar trennte sich. Verwitwete Vögel verließen allerdings ihr Revier innerhalb von sechs bis zwölf Monaten, falls sie keinen neuen Partner fanden.   |
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Die Vogelwelt 3/2009 - wird bis zum 11.1.2010 ausgeliefert |
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Schwerpunkte:
- Einfluss großflächiger Extensivbeweidung auf die Brutvogelgemeinschaften eines Flusstals
- Gartengrasmücken als Rätselsänger
- Gartengrasmücke singt ähnlich Buschspötter
- Erfolgreiche Reproduktion einer andersartig singenden Gartengrasmücke
- Verbreitung, Bestand und Schutzstatus des Wachtelkönigs in Nordost-Ungarn
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| Abschnitt des Eidertals im Untersuchungsgebiet "Techelsdorf", Mai 2000. |
Helge Neumann & Bettina Holsten: Einfluss der Einführung einer großflächigen Extensivbeweidung auf die Brutvogelgemeinschaften eines Flusstals in Norddeutschland
In einem Abschnitt eines Flusstals im östlichen Hügelland Schleswig-Holsteins wurde untersucht, wie sich die schrittweise Einführung einer großflächigen, überwiegend ganzjährigen Extensivbeweidung auf die Brutvogelbesiedlung auswirkt. Als Referenzgebiet diente ein zweiter Abschnitt des Flusstals, der vergleichbare Standortverhältnisse aufweist. Beide Untersuchungsgebiete wurden zu Beginn der Untersuchungengroßflächig von gehölzfreien Feuchtbrachen dominiert. Auf der Kontrollfläche blieben die Flächennutzungen innerhalb des fünfjährigen Untersuchungszeitraums unverändert. Die Gesamtvogelbestände sind in demUntersuchungsgebiet, in dem die Extensivbeweidung eingeführt wurde, im Vergleich zur Entwicklung im Referenzgebiet zurückgegangen. Die Abnahme ist auf einen negativen Bestandstrend der Gilde der Brutvogelarten der Krautschicht zurückzuführen und betrifft v. a. die Gruppe der nicht gefährdeten Brutvogelarten. Die Bestandsrückgänge vollzogen sich insbesondere auf Bracheflächen, auf denen in Folge der Einführung einer Winterbeweidung zu Beginn der Brutzeit gleichmäßig kurz gefressene Vegetationsbestände vorherrschten.
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| Gartengrasmücke. |
Maria Hoffmann: Erfolgreiche Reproduktion einer andersartig singenden Gartengrasmücke Sylvia borin Nach zwei vergeblichen Versuchen im Jahr 2006 und 2007 ist einer abnorm singenden Gartengrasmücke im Jahr 2008 die Verpaarung und Jungenaufzucht gelungen. Während der drei Fortpflanzungsperioden blieb der andersartige Gesang konstant. Der für Gartengrasmücken charakteristische volltönende, orgelnde Vollgesang fehlte völlig. Mit einer Vielzahl ratternder kurzer und mit hoher Geschwindigkeit vorgetragenen Gesangselemente erinnerte er an den Gesang einer mediterranen Grasmücke, so dass am Tag der Entdeckung zunächst eine rastende Weißbartgrasmücke vermutet wurde. Die erstmals in der Fortpflanzungsperiode 2008 vorgetragenen Rufe entsprachen dem angeborenen arteigenen Rufinventar einer Gartengrasmücke. Umfassende Fragestellungen und Diskussionspunkte ergeben sich bei einem aberrant singenden Vogel aus der sozialen Funktion des Gesanges im Fortpflanzungsgeschehen. Die erfolgreiche Reproduktion eines „Rätselsängers“ zeigt aber auch, dass im Einzelfall das Gesangsvorbild des biologischen Vaters als Ursache der Gesangsfehldisposition in Betracht gezogen werden muss. Im Hinblick auf eine mögliche sensible Prägungsphase wurde der Gesangsverlauf während der Fortpflanzungsperiode näher untersucht und dokumentiert.
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| Gesänge zweier Kaspar-Hauser-Buchfinken. |
Goetz Rheinwald, Erich Hauth & Michael Kuhn: Gartengrasmücken Sylvia borin als „Rätselsänger“
Die Beobachtung einer abnorm singenden Gartengrasmücke 1985 im NSG Wahner Heide in Nordrhein-Westfalen war der Anlass, nach solchen „Rätselsängern“ zu suchen. Es wurden 36 derartige Sänger mit einer Häufung in der 1950er Jahren und nach 2000 gefunden. Die Verbreitung zeigt einen relativ schmalen Streifen durch West-Deutschland, Dänemark, Süd-Schweden und Südwest-Finnland. Nur wenige Vögel lagen etwas weiter westlich oder östlich. Von 31 der 36 Vögel wurden Tonaufnahmen gemacht, von denen wir von 24 Tieren Aufnahmen zusammentragen konnten. In einigen Fällen kamen die Vögel mehrere Jahre an den gleichen Platz und wurden auch mehrmals aufgenommen. Alle zur Verfügung gestellten Stimmen können auf der Website www.ginsterverlag.de abgehört werden. Bis jetzt gibt es keine Erklärung für den abnormen Gesang. Die hohe Variabilität lässt einen Lehrmeister einer fremden Art unmöglich erscheinen. Auch ein Defekt der Syrinx scheidet als Erklärung aus. Es besteht Übereinstimmung in der Aussage, dass dies Kaspar-Hauser-Gesänge sind; d. h. der Vogel singt einen improvisierten Gesang. Wieweit Taubheit dabei eine Rolle spielt, ist unklar. Weitere Untersuchungen sind notwendig.
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| weitere Inhalte: |
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DDA-AKTUELL 1/2010
- "Vögel in Deutschland 2009": 30 Jahre Vogelschutzrichtlinie
- Tagung der WI Goose Specialist Group in Höllviken, Schweden
- Aktionsplan für die NW-europäischen Zwergschwäne
- ADEBAR in Schleswig-Holstein
- Herbsttagung des HGON
- ADEBAR und Vogelmonitoring in Thüringen
- Rote Liste 2009: Ist das weltweite Artensterben noch aufzuhalten?
- Mitgliederversammlung 2009 des DDA
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Aktuelle Ausgabe
| Heute ist der |
| Die Vogelwelt |
| Heft 1/2010 |
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Beiträge zur Vogelkunde
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| Unser Tipp |
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Moning/Griesohn-Pflieger/Horn:
Grundkurs Vogelbestimmung: Eine Einführung in die Beobachtung und Bestimmung unserer heimischen Vögel
Wie lerne ich es, einen Vogel von einem anderen zu unterscheiden) Auf welche Merkmale muss uich achten, und wie erkenne ich diese am schnellsten? Welche Hilfsmittel und Brücken bieten sich an? Hier findet jeder den richtigen Einstieg.
1. Aufl. 2010, 430 S., 640 farb. Abb., geb. Quelle @ Meyer
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