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| Entwicklung der Brutbestände der Bekassine in verschiedenen Lebensräumen in Deutschland. |
H. Hötker, H. Jeromin & J. Melter Entwicklung der Brutbestände der Wiesen-Limikolen in Deutschland Ergebnisse eines neuen Ansatzes im Monitoring mittelhäufiger Brutvogelarten. Viele Brutvögel in Deutschland gehören zu den „spärlichen“ Arten, die durch die Monitoringprogramme häufiger bzw. seltener Brutvogelarten nur unvollständig erfasst werden. Am Beispiel der Wiesen-Limikolen wird das sogenannte Zählgebietsmonitoring vorgestellt, das helfen soll, die „Monitoring-Lücke“ zwischen häufigen und seltenen Arten zu schließen. Es basiert auf Brutbestandsaufnahmen in fest abgegrenzten Gebieten und arbeitet sowohl mit regelmäßigen Zählungen im Rahmen bereits bestehender Programme als auch mit unregelmäßigen Zählungen. Die Abgrenzung der Zählgebiete kann sich weitgehend an bereits vorhandenen Strukturen orientieren, so dass sowohl bestehende Erfassungssysteme integriert werden können als auch neue Anforderungen, wie z. B. die Datenerhebungen in Natura-2000-Gebieten, Berücksichtigung finden. Der zusätzliche Aufwand für Felderhebungen wird so minimiert. Die Daten werden mit dem Programm TRIM ausgewertet. Als ein Praxistest für das Zählgebietsmonitoring wurden 26.258 Datensätze der Arten Austernfischer, Kiebitz, Alpenstrandläufer, Kampfläufer, Bekassine, Uferschnepfe, Großer Brachvogel und Rotschenkel aus den Jahren 1960–2004 zusammengestellt. Dafür wurden 2177 Zählgebiete festgelegt, die die deutschen Brutvorkommen von Alpenstrandläufer, Kampfläufer und Uferschnepfe annähernd vollständig und die Vorkommen von Großem Brachvogel und Rotschenkel größtenteils abdeckten. Wenn möglich, wurden Indices und Trends getrennt für die Regionen Nordseeinseln, Nordseevorländer, Nordseemarschen, Ostseeküste und Binnenland berechnet. Die Datendichte erlaubte in den meisten Fällen Aussagen über die Bestandsentwicklungen ab 1990, ausnahmsweise auch vorher.
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| Typische Kopf-vor-Rumpf-Stellung des Halses mit miauenden Lautäußerungen ("Bettelhaltung").. |
M. Fangrath Elterliche Fütterung und Synethie des Verhaltens von flüggen Weißstörchen Ciconia ciconia außerhalb ihres Nestes In einer Verhaltensstudie in Süddeutschland (Rheinland-Pfalz) an 13 Weißstorchpaaren und ihren flüggen Jungen konnten alle Vögel individuell an Farb- und Coderingen, Telemetriesendern und Gefiedermarken unterschieden werden. Außerhalb des Nestes zeigten die Jungstörche ein ähnliches Verhalten wie auf dem Horst. Das Betteln mehrerer Jungvögel im Kreis wies die günstigste Fütterungsrate auf, wobei die Altvögel stets nur eigene Jungvögel versorgten. Umgekehrt bettelten Jungvögel außerhalb des Nestes nur die eigenen Eltern an, so dass sich außerhalb des Nestes ein geschlossener Familienverband präsentierte. Kleptoparasitismus durch fremde Jungvögel konnte nicht beobachtet werden. Jungvögel versuchten auch unabhängig von ihren Nestgeschwistern zu betteln, kamen dabei aber fast nie zum Erfolg. Die Zufütterungswahrscheinlichkeit durch die Altvögel hing von der Anzahl der mitbettelnden Nestgeschwister ab und nahm schrittweise zu (bei rechnerischer Abnahme des Futteranteils pro Jungvogel). Einzelne Jungvögel konnten nicht davon profitieren, dass sie keine Nestgeschwister haben. Sie wurden sehr selten gefüttert, möglicherweise als Resultat eines Eltern-Kind-Konflikts.
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| Karte des Untersuchungsgebiets (rot umrahmt). |
A. Grüll, J. Groß & J. Steiner Rufaktivität, Revierverhalten und Polygynie beim Wiedehopf Upupa epops im Neusiedler See-Gebiet, Österreich Präsentiert werden Daten zur jahreszeitlichen Rufaktivität, zum Aggressivverhalten sowie zu einem Fall wahrscheinlicher Polygynie beim Wiedehopf, die 2002–2005 bei Revierkartierungen im Nationalpark Neusiedler See – Seewinkel gesammelt wurden. Auf der Probefläche (ca. 15 km2) brüteten jährlich 8–14 Paare. Für die Auswertung lagen insgesamt 947 Revierkontrollen mit Wiedehopfbeobachtungen vor. Zwischen der Erstbeobachtung eines Jahres und den ersten Balzrufen verstrichen je nach Witterung 1–2 Wochen. Ankunft und Legebeginn zeigen nur einen schwachen und nicht signifikanten Zusammenhang: früh und spät ankommende Paare begannen fast gleichzeitig Anfang Mai zu brüten. Bei den verpaarten Männchen erreichte die Rufaktivität Ende April in der fertilen Phase des Weibchens vor Legebeginn ihren Höhepunkt und fiel dann Anfang Mai auf einen Anteil von maximal 35 % rufender Männchen bis zum Ende der Legeperiode Anfang Juli (Einleitung von Ersatz- oder Zweitbruten). Zusätzlich zu den Brutpaaren waren 2–4 Floater-Männchen nachweisbar, die bis Ende Juni mit hoher Aktivität balzten und dabei Brutreviere vor und während der Eiablage bevorzugten. Aggressive Interaktionen zwischen den Männchen konzentrierten sich ebenfalls auf die beiden Wochen vom 20. April bis 5. Mai und beschränkten sich ab der letzten Aprilpentade zunehmend auf Angriffe der Reviermännchen gegen Floater. Nach der fertilen Phase zeigten die Brutmännchen auch gegenüber balzenden Männchen in Nestnähe kaum Reaktionen. Die Befunde stützen die Annahme, dass Wiedehopfmännchen kein Nahrungsrevier, sondern ein Balzrevier zur Anlockung der Weibchen, zur Sicherung geeigneter Neststandorte und Abwehr von Fortpflanzungskonkurrenten verteidigen. 2005 gelangen uns außerdem Beobachtungen, die eine bigyne Verpaarung vermuten lassen.
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