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| Aktuell |
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| Mindestens 10 Vogelarten pro Jahr werden verschwinden |
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Die Vogelwelt 1/2007 |
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Schwerpunkte:
- Wie beeinflussen Buchenmast und Strenge des Winters die Populationsdynamik des Kleibers?
- Raubmöwen in der westlichen Ostsee
- Heimzug, verspätete Frühjahrsankunft, vorübergehender Partnerwechsel und Bruterfolg beim Schreiadler
- Adoption von jungen Turmfalken durch ein Weibchen des Wanderfalken
- Schirmfedern als wichtigstes Alterskennzeichen der Bekassine
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| Lage der Beobachtungspunkte in der westlichen Ostsee. |
J. Kube, J. Bellebaum, R.Klein, B. Schirmeister & Helmut Wendeln Vorkommen und Phänologie von Raubmöwen (Stercorariidae) in der westlichen Ostsee. Basierend auf Zugplanbeobachtungen in den Jahren 2001 bis 2004 an der schwedischen Südküste (Falsterbo), der Küste Mecklenburg-Vorpommerns (Usedom/Strelasund/Darßer Ort) und in der Arkonasee wird der Durchzug von Raubmöwen Stercorarius spec. in der westlichen Ostsee beschrieben und eine Schätzung der Häufigkeit pro Jahr versucht. Angaben aus faunistischen Jahresberichten aus Südschweden (Skåne), Mecklenburg-Vorpommern und von der dänischen Insel Christiansø (Dänemark) wurden ebenfalls berücksichtigt. Schmarotzerraubmöwen S. parasiticus sind regelmäßige Durchzügler. Alljährlich ziehen im Herbst bis zu 500 Individuen durch. Das Zuggeschehen dieser Art konzentriert sich entlang der Küsten. Spatelraubmöwen S. pomarinus sind seltene Durchzügler. Alljährlich ziehen im Herbst bis zu 50 Individuen durch. Die Zugraten entlang der Küsten und auf der hohen See sind bei dieser Art gleich. Falkenraubmöwen S. longicaudus und Skuas S. skua ziehen anscheinend nicht durch die westliche Ostsee. Beide Arten gelangen während der Zugzeiten wahrscheinlich als Nahrungsgäste aus dem Kattegat in sehr geringer Zahl in dieses Seegebiet.
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| Wanderfalkenweibchen einträchtig mit Adoptivtochter (ca. 31 Tage alt). |
Stefan Kupko & Sonja Kübler Adoption von jungen Turmfalken Falco tinnunculus durch ein Weibchen des Wanderfalken F. peregrinus in Berlin. Im Jahr 2006 wurde eine Turmfalkenbrut von einem Wanderfalkenweibchen übernommen. Dieses nistete im selben Turm wie die Turmfalken (Abstand höchstens 15 m) und hatte selbst ein Junges. Dieses verließ sie und wechselte in den Turmfalken-Nistkasten, in dem fünf Turmfalkennestlinge waren. Die Turmfalkeneltern waren daraufhin nicht mehr zu sehen, wurden also wohl von dem stärkeren Wanderfalken vertrieben bzw. trauten sich nicht mehr an ihren Nistkasten heran. Das Wanderfalkenmännchen kümmerte sich in der Folgezeit um sein Junges, das Wanderfalkenweibchen um die fünf Turmfalkenjungen. Das Wanderfalkenjunge flog erfolgreich aus, aber nur drei der adoptierten Turmfalkennestlinge wurden flügge. Ein junger Turmfalke wurde leider nach einigen Wochen ohne Kopf am Brutplatz aufgefunden.
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| Schimfedern einer adulten Bekassine. |
Michael Schmitz Die Schirmfedern als wichtiges Alterskennzeichen der Bekassine Gallinago gallinago – Beschreibung zusätzlicher Merkmale. Die Altersbestimmung der Bekassine wird bisher fast nur in der Hand unter Kombination von Gefiedermerkmalen und Maßen vorgenommen. Die Bedeutung der Schirmfedern als Alterskennzeichen wurde bislang unterschätzt. Ergänzend zu bekannten Unterschieden bei der Saumzeichnung werden weitere Merkmale beschrieben, welche eine verlässliche Altersbestimmung z. B. bei der Beringung und eine Altersansprache unter feldornithologischen Bedingungen erlauben: Bei den Jugendkleidfedern ist die helle Bänderung der Außenfahnen sehr schmal und rötlich-braun, die dunkle hingegen breit und kräftig dunkelbraun. Die helle Bänderung der Altvögel kann fast so breit wie die dunkle sein und ist grau-beige bis bräunlich, rotbraune Farbtöne fehlen in der Regel. Altvögel zeigen einen anderen Mauserrhythmus als Jungvögel. Sie wechseln die Schirmfedern deutlich früher, was als zusätzlicher Hinweis auf das Alter dienen kann. Alle Merkmale unterliegen einer gewissen Variabilität.
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