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Die Vogelwelt 2/2005
Schwerpunkte:
Dritter Bericht zur Lage der Vögel in Deutschland
  • Wat- und Wasservögel
  • Monitoring in der Normallandschaft 
  • Brutvögel am Bodensee
  • Goldregenpfeifer
Kiebitz
Jan Blew, Klaus Günther & Peter Südbeck:
Bestandsentwicklung der im deutschen Wattenmeer rastenden Wat- und Wasservögel von 1987/1988 bis 2001/2002. - Trends of migratory waterbirds in the German Wadden Sea from 1987/1988 to 2001/2002

Seit 1980 werden im deutschen Wattenmeer jährlich mindestens zwei synchrone, in vielen Gebieten aber auch monatliche Rastvogelzählungen durchgeführt. Seit 1987 werden diese Zählungen durch Springtidenzählungen in Schleswig-Holstein und seit 1994 dann auch in Niedersachsen und den Wattenmeer-Nachbarländern Dänemark und den Niederlanden ergänzt. In dieser Arbeit wird über die Entwicklung und Höhe der Rastbestände vieler für das Wattenmeer typischer Wat- und Wasservogelarten im deutschen Wattenmeer berichtet. Erstmals erfolgte für 34 Arten die Zusammenfassung der Daten sowie die Auswertung und Trendberechnung mit einheitlicher Methode (TRIM) für das deutsche Wattenmeer, vergleichbar mit der kürzlich erfolgten Auswertung für das gesamte Wattenmeer von den Niederlanden bis Dänemark.


Kiebitz
Hans-Günther Bauer, Markus Peintinger, Georg Heine & Ulrich Zeidler:
Veränderungen der Brutvogelbestände am Bodensee – Ergebnisse der halbquantitativen Gitterfeldkartierungen 1980, 1990 und 2000. - Changes in the breeding bird populations at Lake Constance – results from semi-quantitative grid censuses in 1980, 1990, and 2000 

Die Bestands- und Arealveränderungen der Brutvogelarten des Bodenseegebietes wurde auf Basis halbquantitativer Linientaxierungen auf 303 Gitterfeldern à 2 x 2 km in 3 Erfassungsperioden (1980–81, 1990–92 und 2000–02) untersucht. Insgesamt wurden 159 Vogelarten festgestellt, davon brüteten 154 bei der letzten Erfassung. 52 Arten zeigten gesicherte Bestandszunahmen oder siedelten sich neu (bzw. wieder) an, 52 Arten zeigten gesicherte Bestandsrückgänge oder ihre Populationen am Bodensee erloschen; weitere 16 Arten zeigten gesicherte Arealveränderungen (meist Ausweitungen); die restlichen 37 Brutvogelarten wiesen unveränderte Bestände auf oder Bestands- oder Arealveränderungen konnten nicht gesichert werden.


Goldregenpfeifer, Küken
Klaus-Michael Exo:
Die Brutpopulation des Goldregenpfeifers Pluvialis apricaria im westlichen Kontinentaleuropa: zum Aussterben verurteilt? - The breeding population of the Eurasian Golden Plover Pluvialis apricaria in western continental Europe: on the brink of extinction? 

Der Brutbestand des Goldregenpfeifers nahm am Südrand seines Verbreitungsgebietes im 19./20. Jahrhundert in Folge großflächiger Lebensraumzerstörungen dramatisch ab. Im westlichen Kontinentaleuropa beschränken sich die Brutvorkommen seit Jahrzehnten auf zwei isolierte Restpopulationen in Niedersachsen und Norddänemark. Die größere der zwei Brutpopulationen, die niedersächsische, umfasste im Jahr 2003 noch 12 Reviere, nur vier Paare schritten zur Brut. Die seit langem zu beobachtende Bestandsabnahme setzte sich fort. Diese Brutpopulation ist damit mehr denn je vom Aussterben bedroht. Aufbauend auf der in den letzten drei Jahrzehnten in Niedersachsen beobachteten Bestandsentwicklung, den in niedersächsischen Brutgebieten ermittelten Reproduktionsraten sowie Literaturdaten zu Mortalität von Alt- und Jungvögeln wird ein Simulationsmodell zur Analyse der bisherigen Bestandsentwicklung sowie zur Prognose zukünftiger Bestandstrends vorgestellt.

weitere Inhalte:
Alexander Mitschke, Christoph Sudfeldt, Holger Heidrich-Riske & Rainer Dröschmeister:
Das neue Brutvogelmonitoring in der Normallandschaft Deutschlands – Untersuchungsgebiete, Erfassungsmethode und erste Ergebnisse. - The new monitoring of common breeding birds in the wider countryside of Germany – monitoring sites, field method and preliminary results
PDF-Datei im Downloadbereich

Zunächst parallel zu einem bereits seit 1989 bestehenden Monitoringprogramm für häufige Brutvögel in Deutschland wurde 2004 mit dem Aufbau eines Brutvogelmonitorings begonnen, das auf insgesamt 1000 Probeflächen erstmals für die Entwicklung in ganz Deutschland statistisch repräsentative Trenddaten ermitteln soll. Im Auftrag des Bundesamts für Naturschutz (BfN) und in Zusammenarbeit mit dem Statistischen Bundesamt wurden durch den Dachverband Deutscher Avifaunisten (DDA) die Vorgehensweise bei der Auswahl der Probeflächen sowie die Erfassungsmethode festgelegt ...

Literaturbesprechungen
Nachrichten
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